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Stanisław Lem: Memoiren, gefunden in der Badewanne

1960 geschrieben. Es fällt also genau in die Zeit von Eden, Solaris und Rückkehr von den Sternen. Also den Romanen die Lem ohne vorherigen Plan geschrieben hat (im Gegensatz zu späteren Werken wie Lokaltermin). Ich denke das merkt man dem Buch auch an. Man kann das natürlich als Feature ansehen, das sich dieses Gefühl der Verlorenheit dadurch auch ein bißchen auf den Leser überträgt. Die Hauptfigur ohne Namen jedenfalls irrt in einem endlosen Gebäude eines Geheimdienstes umher. Im Zuge seiner Erlebnisse geht nach und nach die Realität in ihren Interpretationen und Auslegungen verloren. Kein einziger Aspekt seiner Umwelt, den er nicht verdächtigt irgendeine verborgene Bedeutung zu haben. Es sind aber auch seltsame Erlebnisse. Scheinbar geht es nicht nur ihm so. Möglicherweise hat auch wirklich alles eine verborgene Bedeutung. Wer weiß.

Was dieser Roman an sich aber mit seiner Einleitung zu tun hat ist mir nun ein völliges Rätsel. Sie spielt in der Zukunft und präsentiert diese Geschichte als ein Relikt aus der fernen Vergangenheit. Meiner Meinung nach völlig überflüssig.